Schutz vor der Globalisierung
Auf der Kabinettsklausur von Meseberg wurde natürlich auch das Thema Globalisierung aufgegriffen. Unter dem Schlagwort “Gestaltung der Globalisierung” wird versucht, einen Schutz vor der Globalisierung und ihren Folgen zu bieten. Das geht doch mal wieder in die falsche Richtung. Deutschland muss endlich erkennen, dass die Globalisierung mehr Chancen bietet als man glaubt. Deutschland ist weit davon entfernt, ein Verlierer der Globalisierung zu sein. Durch jeden vermeintlichen Schutz, wird man die eigene Position schwächen, die eigene Wettbewerbsfähigkeit aushöhlen. Es ist ein Irrglaube, dass man sich die Rosinen rauspicken kann. Auf der einen Seite sollen die Unternehmen aus Deutschland mit Gewinnen aus dem Ausland hier Arbeitsplätze halten, auf der anderen Seite ist es das Ziel von vielen, die eigenen Märkte abzuschotten. So wird das nicht funktionieren. Anstatt vor Furcht in Starre zu verfallen, sollte jetzt gezielt an der Wettbewerbsfähigkeit gearbeitet werden.
PS: Bin mal wieder mit dem Handy-Laptop unterwegs.
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Einen wirklich interessanten Aufsatz von Andre Brie (Mitglied der Linkspartei)...
am 31. August 2007 um 9:51 pm Uhr.
NEWS (s.130/131) bringt diese Woche ein Interview mit Veit Heinichen über die “Globalisierung des Bösen”.
Zitat: “Was mich überrascht ist der naive Umgang der Deutschen mit diesem Phänomen.”
2. Zitat: “Du darfst alle umbringen - außer dem Hund!”
Ich meine damit ist das deutsche Verhalten gut beschrieben, oder?
am 1. September 2007 um 10:50 am Uhr.
Im Prinzip trifft es ganz gut. Ist vielleicht etwas provokant formuliert.
am 1. September 2007 um 11:53 am Uhr.
3. Zitat: “Das Projekt Europa war von Mafia und Camorra längst erfolgreich installiert, als man in Brüssel noch um die Modalitäten der Erweiterung stritt. Nur die Deutschen träumten noch mit naiver Überheblichkeit davon mit allem nichts zu tun zu haben.”
4. Zitat: “Ein Teil des organisierten Verbrechens hat sich längst in die legale Welt begeben, ist an rennomierten Unternehmen beteiligt und hat in der Politik Fuß gefasst.”
Die Globalisierung des Bösen wird wohl in Deutschland verdrängt. Dazu Heinichen in bezug auf die Deutschen:
“Wenn man sich selbst mit der Welt im Reinen fühlt, dann sieht man den Sumpf in dem man steckt nicht.”
Ich glaube diese Komponente der Globalisierung wird einfach übersehen, wir halten für importierte Kriminalität oder Einzelfälle was ein System betrifft in das wir längst eingebunden sind. Ob es die Bestechungsvorwürfe in Milliardenhöhe bei einem deutschen Vorzeigekonzern oder der Import chinesischer Plagiate, die Mafiamorde oder der organisierte Export gestohlener Autos sind, langsam gewöhnen wir und an Alles und schicken selbst Soldaten zum Schutz von Opiumanbauern nach Afghanistan, zumindest tun die wohl nichts gegen den Rauschgiftexport weil das zu anderen Problemen führen könnte. Im Grunde verlagern wir diese Probleme nur nach Deutschland, dort erscheinen sie schon alltäglich was BTM-Kriminalität angeht.
Zum Abschluss noch mal Heinecken:
“Bei der Beteiligung von uns allen, die lieber die Augen schließen und moralisch schimpfen, anstatt die Dinge anzugehen, wird mir speiübel.”