Soziale Gerechtigkeit

Wie die Welt berichtet, werden die Rufe nach noch mehr sozialer Gerechtigkeit laut. Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, auch in Deutschland. Auch die Anhänger der CDU sehen dies so. Es gibt also eine enorme Mehrheit für diese “sozial gerechte” Politik.

Für mein Verständnis ist soziale Gerechtigkeit nicht immer nur eine Umverteilung. Es ist für mich völlig klar, dass insbesondere im Bereich Bildung die Ausgangsbedingungen für alle gleich sein sollten. Dies ist leider absolut nicht der Fall. Hier besteht erheblicher Arbeitsbedarf, eine Umverteilung von hoch- zu geringqualifizierten Arbeitnehmern ist allerdings nicht zielführend. Gerade in einer globalisierten Welt muss sich gute und qualifizierte Arbeit auch lohnen, denn das ist der Lohn für harte Arbeit während der Ausbildung. Die Unterschiede sind in Deutschland noch vergleichsweise gering.

Es ist aber auch kaum zu ertragen, wenn auf der einen Seite Leute hungern und auf der anderen Seite die Menschen nichts besseres zu tun haben, als einen Festgeld-Vergleich zu machen.

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13 Kommentare zu “Soziale Gerechtigkeit”

  1. Torben

    Fakt ist, dass in Deutschland für Menschen aus ärmeren Verhältnissen viel wenigedr wahrscheinlich ist, dass diese ein höherwertigen Abschluss machen.
    Das wird dem Leistungsgedanken ebenfalls nicht gerecht - es ist doch müßig die Umverteilung deswegen zu unterlassen, weil der Leistungsgedanke erhalten bleiben soll, wobei es doch fakt ist, dass ein “Reicher” viel weniger für seinen “Erfolg” leisten muss als ein “Armer” - und trotzdem mehr bekommt.

    Unterschiedliche grundsätzliche Voraussetzunge sind das Ende einer LEistungsgerechten Entlohnung.

  2. Karl

    @Torben
    Ist das nicht stark vereinfacht?

    Ein Reicher wird meist nicht reich geboren sondern hat mit hoher Wahrscheinlichkeit für sein Geld gearbeitet oder unter Verzicht auf vieles Schöne gespart. Wenn er etwas erbt hat das auch vor ihm jemand erarbeitet und hoch versteuert und hat dann darüber zugunsten der Erben verfügt. Die, deren Eltern alles auf den Kopf gehauen haben fühlen sich natürlich benachteiligt. Frag doch mal weshalb leistungsloses Einkommen nicht besteuert wird, z.B. Lottogewinne? Oder weshalb unnötiges Einkommen, z.B. bei (Amateur?)Sportlern, in immenser Höhe allgemein akzeptiert wird. Dazu werden die Vereine und der Sport insgesamt meist noch hoch subventioniert. Ich stelle nicht fest dass das jemand gross aufregt.

    Das Problem der Bildung ist nicht zuletzt ein Problem der Motivation im Elternhaus oder der eigenen Motivation. Anderen oder der Gesellschaft nachher die Schuld zuzuschieben ist zu bequem. Ich habe während meines Studiums im Hafen und sonstwo gearbeitet wenn ich Geld brauchte. Heute kann Jeder studieren der will, auch wenn er aus einer sozial benachteiligten Familie kommt. Allerdings kostet das Mühe und Zeit in der man sich einschränken muss. Ich will Genuss sofort ist leider nicht drin. Und da hat Sebastian Recht, dieser Verzicht und die Zeit für das Studium sollte auch angemessen entschädigt werden. Aber man sollte sich davor hüten Titel mit Leistung zu verwechseln. Auch Handwerker sind reich geworden, ohne Studium.

    Leute in der Politik die suggerieren dass man es den Reichen nur wegzunehmen braucht damit die Armen mehr haben hatten wahrscheinlich in Mathe eine 6. Da braucht man sich nur die Einkommensstatistik anzusehen. Nur, die Dummen die das glauben werden nicht alle. Im Vertrauen auf die Umverteilung schieben jetzt schon mal viele auf den ersten Schritt zum eigenen Vermögen zu tun. Das wäre ja mit Risiko verbunden und Entbehrung.

    Lt. Bund der Steuerzahler bezahlen wir jetzt schon über 50 % unseres Einkommens an den Staat, die Quote wäre noch höher wenn der Arbeitgeberanteil zu den Verwsicherungen dem zugerechnet würde dem er zu Gute kommt. Aber die Leute sind zu dumm zu erkennen dass nicht der Arbeitgeber das bezahlt sondern dass ihr eigenes potentielles Einkommen dort flöten geht. Höhere Einkommen werden höher besteuert, die Erbschaftssteuer vernichtet Arbeitsplätze wenn das Erbe in einer Firma investiert ist. Wieso haben es die Reichen dann leichter?
    Dazu kommt dass die Kosten der schon jetzt praktizierten Umverteilung Heerscharen von staatlichen Mitarbeitern finanzieren die im Kapitalismus garnicht nötig wären so dass jeder mehr hätte weil der Wirkungsgrad höher ist.

    Nur funktioniert das nur theoretisch, siehe die USA. Wenn die Menschen die freie Entscheidung haben ob sie das Geld verbraten oder eine Krankenversicherung kaufen dann entscheiden sie sich eben für Genuss sofort, nicht für die Zukunfssicherung. Ich glaube 65 % der Menschen in den USA sind nicht krankenversichert, die Lebenserwartung sinkt deshalb dort deutlich.

    Im Zuge der Globalisierung sollte vielleicht zuerst in den Ländern wo es fehlt ein Versicherungssystem aufgebaut werden, dass würde wahrscheinlich auch die Zunahme der Bevölkerung bremsen.

    Gibt es valide Gegenargumente?

  3. Sebastian

    Ich sage ja: Die Ungerechtigkeit bei den Eingangsvoraussetzungen muss bekämpft werden. Gleiche Chancen für alle sind erstrebenswert. Aber unterschiedlich hohe Einkommen sind völlig OK und sogar notwendig.

  4. Karl

    Sebastian, in Deutschland ist die Schule kostenlos und wo ist die Ungerechtigkeit solange es Bafög gibt?

  5. Sebastian

    Also die Chancengleichheit ist in Deutschland ja wohl absolut nicht gegeben. Die hängt immernoch zum großen Teil vom Elternhaus ab. Es geht nicht immer nur ums Geld.

  6. Karl

    Wenn ich mich mal selbst zitieren darf:
    >Das Problem der Bildung ist nicht zuletzt ein Problem der Motivation im Elternhaus oder der eigenen Motivation.

  7. Karl

    Sebastian, der zweite Satz ist schon wieder mal verschwunden. Ob das an dem Hotelnetz liegt?

    Er lautete:

    Du kannst Pferde nicht zur Tränke tragen. Sie müssen schon wollen.

  8. Sebastian

    Schon klar, aber ich denke, dass in diesem Bereich Änderungen möglich und nötig sind. Dann muss die Verantwortung eben vom Elternhaus weg und mehr zum Staat hin.

  9. Karl

    Sebastian, sollen wir die Lernunwilligen kasernieren? Oder wie meinst Du das. Man kann doch niemand zu seinem Glück zwingen. Utopien sind in der Realität schwierig. In der Politik dienen sie zur Demonstration des guten Willens wenn man gerade kein passendes Feindbild hat. Beispiel für eine Utopie: Welt ohne Arbeit. Jetzt streiten sich Alle in Deutschland um die Arbeitsplätze statt die Arbeit gleichmässig zu verteilen.

    Was sagt denn Torben dazu? Feiert er Mariä Himmelfahrt oder hat er keine Antwort? Oder arbeitet er, das wäre verständlich.

  10. Karl

    Meldung der Kronezeitung von heute: “Eine Inderin schlug ihre Tochter mit einem Nudelholz tot, weil die 12-Jährige unbedingt in die Schule gehen wollte.” Das entspricht in Deutschland in manchen Familien etwa dem “solange Du die Beine unter meinen Tisch streckst solange wird gearbeitet und Geld nach Haus gebracht” Soviel zum Thema Motivation.

    Aber kann man die Gesellschaft dafür verantwortlich machen? Jeder der eine Umverteilung verspricht die nicht gehalten werden kann ist für eine derartige Einstellung mitverantwortlich und nimmt den Leuten die Motivation selbst etwas aus sich zu machen. Das muss kein inflationierter akademischer Titel sein, auch eine gute Lehre kann Grundlage des Erfolges werden, aber heute ist ein guter Abschluss oft Grundlage des Lehrvertrages. D.h. Motivation muss schon in der 1. Klasse anfangen.

  11. Karl

    Torben, wo bist Du? Dies ist eine Diskussion mit einem Austausch von Argumenten, nicht Behauptungen.:-)

  12. Beyhan

    Zu Karl….Du führst hier eigentlich nur einen Monolog…

    Zum Thema : Ich weiss, was ihr hier labert…es fehlen nur einige kommas

    und Ihr redet am Thema vorbei, erheblich

    Ich komme im Moment auf meine presentation gar nicht klar…wollte ich nur mal loswerden…Denn wieso ist Umverteilung beliebt ? Wenn es dass theoretisch gesehen nicht tun sollte ? Oh mann…damn bullshit

  13. Beyhan

    2 MOnate später….

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