Der Streik bei der Bahn
Kaum ist der Streik der Lokführer angekündigt, da werden schon Schäden in Millionenhöhe vorausgesagt. Durch die Globalisierung hat der internationale Warenverkehr extrem zugenommen. Dieser Verkehr muss natürlich abgewickelt werden.
Während die meisten Menschen bei Bahn-Streik an überfüllte Bahnhöfe denken, wo keine Züge fahren, ist das Hauptproblem doch eher der Güterverkehr. Die Bahn nimmt hier eine wichtige logistische Funktion wahr. Wenn die Waren von den Häfen nicht mehr abtransportiert werden können, dann stapeln sich die Importe dort sehr schnell. Auch das Sytem der Just-in-Time Lieferungen würde zusammenbrechen.
Innerhlb weniger Wochen könnte man beispielsweise in Textilgeschäften bestimmt die Auswirkungen beobachten. Leere Regale.
Der angekündigte Streik macht die logistischen Zusammenhänge in Deutschland sehr anschaulich deutlich. Ich bin gespannt, wie sich die Sache entwicklen wird.
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am 7. August 2007 um 3:05 pm Uhr.
Also das der Streik in erster Linie den Güterverkehr trifft, ist zu kurz gedacht. Selbst wenn ausschließlich der Güterverkehr steht (was wohl eher unwahrscheinlich ist - immerhin hat die DB auch noch Beamte im Dienst, die nicht streiken dürfen) stehen die Züge dann ab der Stunde Null irgendwo auf der freien Strecke oder in einem Bahnhof. Und überholen ist im schienengebunden Verkehr nicht überall möglich…
am 7. August 2007 um 3:31 pm Uhr.
Übrigens: der Streik kann der DB sogar recht sein (vielleicht sogar kalkuliert?), denn er trifft nicht nur die DB sondern auch die Privatbahnen (also der direkter DB Wettbewerb).
Dazu:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,498597,00.html
am 7. August 2007 um 4:27 pm Uhr.
Ja, aber das Sytem ist so aufeinander angewiesen, dass selbst relativ geringe Ausfälle zu enormen Kosequenzen führen. Und wenn 60% der Lokführer streiken….
am 10. August 2007 um 9:52 pm Uhr.
In meinen Augen ist es eine Unverschämtheit 31% mehr Lohn zu fordern, während die anderen Bediensteten der Bahn mit deutlich weniger nach Hause gehen!!!