Konjunkturprognosen: Sinn und Unsinn

Der IWF hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland erhöht. (siehe z.B. hier)
Ich habe bei den ganzen Konjunkturprognosen oft Zweifel. Wenn die Wirtschaft floriert, dann werden die Prognosen angehoben. Wenn dem nicht so ist, dann nach unten korrigiert. Kaum eine Prognose über einen Zeitraum von mehreren Jahren hat sich als wirklich gut erwiesen. Welches Institut hat denn die jetzige Entwicklung korrekt vorhergesehen?
Man sagt ja: Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. Etwas ähnliches könnte man eigentlich auch über die Konjunkturprognosen sagen.  Oder?

Weiterführende Links:

http://blog.zeit.de/herdentrieb/

http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/

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5 Kommentare zu “Konjunkturprognosen: Sinn und Unsinn”

  1. Axel

    Die seriösen geben selber zu, dass Prognosen schwierig sind, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
    In den 90ern sass meist oder immer einer der Profs der Kölner Uni im Sachverständigenrat. Das Gutachten wurde dann immer irgendwann zu Beginn des Wintersemesters präsentiert und die ersten 20 Minuten der Veranstaltung gingen immer für die Besprechung der Unmöglichkeit von Prognosen drauf.

  2. Karl

    Gibt es eigendlich eine Zeitreihe der Korrelationen zwischen Vorhersage und Wirklichkeit?

  3. Sebastian

    Hier gibt esetwas sehr ausführliches zum Thema:
    ftp://ftp.zew.de/pub/zew-docs/dp/dp06004.pdf

  4. Freiheitsfreund

    Das ist von der Komplexität des vorherzusagenden Systems wahrscheinlich vergleichbar mit der Wettervorhersage. Schau dir mal deren Eintreffwahrscheinlichkeit an… und dann kommt noch dazu, dass die hier betrachteten, die Wirtschaftssysteme, auf die Vorhersage reagieren. Welch hoffnungsloses Unterfangen ;-) Trotzdem. Die Politik braucht natürlich solche Prognosen und daher schlaue Leute, die sie erstellen…

  5. w. mannebach

    In der Zukunft werden die Vorhersagen schon deshalb schwieriger, weil die auf uns zukommenden internationalen Finanzkrisen, die durch den Zusammenbruch der feudalen Marktwirtschaft “Kommunismus und spekulative Privatwirtschaft” hervorgerufen werden und die zu erheblichen Preissteigerungen bei Grundnahrungsmitteln und auf den Energiemaerkten fuehren, kaum von der Politik kontrolliert werden koennen.
    w.mannebach

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