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	<title>Kommentare zu: Wahrnehmung der Globalisierung</title>
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	<description>Globalisierung im Fokus</description>
	<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:45:35 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Axel</title>
		<link>http://www.globalisierungsblog.de/60/wahrnehmung-der-globalisierung/#comment-279</link>
		<dc:creator>Axel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 12:42:31 +0000</pubDate>
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		<description>Karl, ich find es sieht momentan für einen ziemlich weiten Kreis an Ländern nach einer gewissen Nivellierungstendenz aus. Aus meiner eigenen Erfahrung hab ich heute morgen mit einem Mann gechattet, der in Herzogenaurach einen extrem ähnlichen Job macht wie ich jetzt an einem Südhang vom Taunus oberhalb Frankfurts. Ich fahr heut abend nach Hause nach Köln. Er fliegt am Dienstag nach Hause nach Bangalore.
Neben Bildung spielen sicher auch wissentransfer-steigernde Clusterbildung und die Kompetenz von Gesellschaft/pol. System Infrastrukturprojekte in Angriff zu nehmen. 
Gibt auch einige Rohstoff exportierende Länder, die recht erfolgreich in Bildung investieren und demokratisch sind. 
Das ist jetzt ein heikles Thema, aber gerade im Prozess des Aufbaus des Fundaments von marktwirtschaftlichen Strukturen hat es imho in der empirischen Wirklichkeit schon ein paar Entwicklungsdiktaturen gegeben (Chile, Süd-Korea). 
Gerade erfolgreiche Entwicklungsdiktaturen machen sich aber zum Glück irgendwann obsolet. Womit ich überhaupt nicht sagen will, dass Menschenrechtsverletzungen irgendwie entschuldbar werden und gerade für Chile ists gut dokumentiert und definitiv Horror. Zum Glück gibts heute in einigen lateinamerikanischen Ländern eine Linke mit einer  wirtschaftspolitisch marktfreundlichen Haltung (Argentinien, Brasilien, Chile).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Karl, ich find es sieht momentan für einen ziemlich weiten Kreis an Ländern nach einer gewissen Nivellierungstendenz aus. Aus meiner eigenen Erfahrung hab ich heute morgen mit einem Mann gechattet, der in Herzogenaurach einen extrem ähnlichen Job macht wie ich jetzt an einem Südhang vom Taunus oberhalb Frankfurts. Ich fahr heut abend nach Hause nach Köln. Er fliegt am Dienstag nach Hause nach Bangalore.<br />
Neben Bildung spielen sicher auch wissentransfer-steigernde Clusterbildung und die Kompetenz von Gesellschaft/pol. System Infrastrukturprojekte in Angriff zu nehmen.<br />
Gibt auch einige Rohstoff exportierende Länder, die recht erfolgreich in Bildung investieren und demokratisch sind.<br />
Das ist jetzt ein heikles Thema, aber gerade im Prozess des Aufbaus des Fundaments von marktwirtschaftlichen Strukturen hat es imho in der empirischen Wirklichkeit schon ein paar Entwicklungsdiktaturen gegeben (Chile, Süd-Korea).<br />
Gerade erfolgreiche Entwicklungsdiktaturen machen sich aber zum Glück irgendwann obsolet. Womit ich überhaupt nicht sagen will, dass Menschenrechtsverletzungen irgendwie entschuldbar werden und gerade für Chile ists gut dokumentiert und definitiv Horror. Zum Glück gibts heute in einigen lateinamerikanischen Ländern eine Linke mit einer  wirtschaftspolitisch marktfreundlichen Haltung (Argentinien, Brasilien, Chile).</p>
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		<title>Von: Matthias</title>
		<link>http://www.globalisierungsblog.de/60/wahrnehmung-der-globalisierung/#comment-274</link>
		<dc:creator>Matthias</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 16:02:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde, man sollte bei der Globalisierung ein bisschen vorsichtiger sein. In gewissen Gebieten finde ich eine Verflechtung der einzelnen Staaten für ganz sinnvoll, zB in der Wirtschaft.
Unter Globalisierung versteht man jedoch eine Verflechtung in möglichst allen Gebieten, das sehe ich etwas problematisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, man sollte bei der Globalisierung ein bisschen vorsichtiger sein. In gewissen Gebieten finde ich eine Verflechtung der einzelnen Staaten für ganz sinnvoll, zB in der Wirtschaft.<br />
Unter Globalisierung versteht man jedoch eine Verflechtung in möglichst allen Gebieten, das sehe ich etwas problematisch.</p>
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		<title>Von: Karl</title>
		<link>http://www.globalisierungsblog.de/60/wahrnehmung-der-globalisierung/#comment-271</link>
		<dc:creator>Karl</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 09:30:48 +0000</pubDate>
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		<description>Axel, dann wäre das Endresultat ja mittelfristig wirtschaftliche Nivellierung querbeet wobei Investition in Bildung = Knowhow der wichtigste Differenzierungsfaktor würde.

Ausnahme wären Länder die sich auf Rohstoffbasis finanzieren, solange diese nicht erschöpft sind. (Frage: Können sich in diesem hypothetischen Umfeld autoritäre Strukturen als gesellschaftliches Organisationssysstem halten?)  Zum Recycling der Müllhalden und dessen Organisation braucht es dann wieder Knowhow.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Axel, dann wäre das Endresultat ja mittelfristig wirtschaftliche Nivellierung querbeet wobei Investition in Bildung = Knowhow der wichtigste Differenzierungsfaktor würde.</p>
<p>Ausnahme wären Länder die sich auf Rohstoffbasis finanzieren, solange diese nicht erschöpft sind. (Frage: Können sich in diesem hypothetischen Umfeld autoritäre Strukturen als gesellschaftliches Organisationssysstem halten?)  Zum Recycling der Müllhalden und dessen Organisation braucht es dann wieder Knowhow.</p>
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		<title>Von: Sebastian</title>
		<link>http://www.globalisierungsblog.de/60/wahrnehmung-der-globalisierung/#comment-270</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 08:59:42 +0000</pubDate>
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		<description>Ach so, darauf läuft es hinaus. Natürlich sind die Akteure in den Schwellenländern Akteure. Am Ende läuft doch trotz Konzernen und Staaten sowieso alles auf den einzelnen Menschen hinaus.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach so, darauf läuft es hinaus. Natürlich sind die Akteure in den Schwellenländern Akteure. Am Ende läuft doch trotz Konzernen und Staaten sowieso alles auf den einzelnen Menschen hinaus.</p>
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		<title>Von: Axel</title>
		<link>http://www.globalisierungsblog.de/60/wahrnehmung-der-globalisierung/#comment-269</link>
		<dc:creator>Axel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 08:50:52 +0000</pubDate>
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		<description>In jeder Hinsicht allein schon dadurch, dass sich die Transaktionskosten von einer geographisch verteilten Zusammenarbeit dramatisch gesenkt haben. Für einen indischen Kollegen in Bangalore, mit dem ich manchmal chatte, ist es sehr einfach eine Wäscherin UND eine Putzfrau zu finanzieren, weil die eben dort aus anderen Regionen einströmen. Die Aktivitäten der Migranten machen es Ravish möglich, einen höheren Lebensstandard bei gleichem Lohn zu erzielen. Nur den Konsumenten (wir) "bottom up"-Macht einzuräumen, greift imho ein wenig kurz. 
Die gewonnene Zeit verliert Ravish wiederum transportmässig mehr als verliert, weil das indische politische System zur Zeit nicht in der Lage ist, eine adäquate Infrastruktur bereitzustellen, was in China wiederum funktioniert. Mit der öffentlichen Infrastruktur klappt übrigens in Chile *bedeutend* besser als z.B. in deren nördlichen Nachbarland Peru. Aber das ist ein anderes wichtiges Thema. 
Aus meiner Sicht wird einfach oft ein bischen vernachlässigt, dass a) es große Unterschiede zwischen den Bedingungen von Akteuren in Schwellenländern gibt und b) wir sie emphatisch als Akteure betrachten sollten. 
Für eine Globalsteuerung ist sehr wenig Spielraum und das ganze läuft dezentral marktmässig ab. Es ist sehr dynamisch. Mit Wachstumsraten von 10% in China und 6% in der Slovakei verlieren die natürlich auch nicht gerade langsam ihre komparativen Kostenvorteile.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In jeder Hinsicht allein schon dadurch, dass sich die Transaktionskosten von einer geographisch verteilten Zusammenarbeit dramatisch gesenkt haben. Für einen indischen Kollegen in Bangalore, mit dem ich manchmal chatte, ist es sehr einfach eine Wäscherin UND eine Putzfrau zu finanzieren, weil die eben dort aus anderen Regionen einströmen. Die Aktivitäten der Migranten machen es Ravish möglich, einen höheren Lebensstandard bei gleichem Lohn zu erzielen. Nur den Konsumenten (wir) &#8220;bottom up&#8221;-Macht einzuräumen, greift imho ein wenig kurz.<br />
Die gewonnene Zeit verliert Ravish wiederum transportmässig mehr als verliert, weil das indische politische System zur Zeit nicht in der Lage ist, eine adäquate Infrastruktur bereitzustellen, was in China wiederum funktioniert. Mit der öffentlichen Infrastruktur klappt übrigens in Chile *bedeutend* besser als z.B. in deren nördlichen Nachbarland Peru. Aber das ist ein anderes wichtiges Thema.<br />
Aus meiner Sicht wird einfach oft ein bischen vernachlässigt, dass a) es große Unterschiede zwischen den Bedingungen von Akteuren in Schwellenländern gibt und b) wir sie emphatisch als Akteure betrachten sollten.<br />
Für eine Globalsteuerung ist sehr wenig Spielraum und das ganze läuft dezentral marktmässig ab. Es ist sehr dynamisch. Mit Wachstumsraten von 10% in China und 6% in der Slovakei verlieren die natürlich auch nicht gerade langsam ihre komparativen Kostenvorteile.</p>
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