Warum die Welt NGOs braucht…

Wie ich bereits dargestellt habe, hat die nationale Politik drastisch an Handlungsmöglichkeiten verloren. (Das ist ein Fakt, der in Deutschland von den Politikern fast nie thematisiert wird, da sie dann ihre eigene Ohnmacht offen zugeben würden.)
Wie ist es dann möglich trotzdem möglich Politik zu betreiben?
Da sind zum einen die Vereinten Nationen, die aber leider nicht die Macht besitzen, wirklich zu regieren.
Dagegen sind Organisationen wie EU oder ASEAN als regionale Zusammenschlüsse meist in der Lage, Beschlüsse zu fassen und auch umzusetzen.
Auf der globalen Ebene treffen aber immer nur die Regierungen der Welt zusammen (siehe z.B. G8), eine institutionelle Opposition gibt es nicht.
Ohne Opposition findet aber auch keine Kontrolle der Regierenden statt, die aber dringend nötig ist.
Aus dieser Not heraus sind die NGOs wichtig, um das Vakuum zu füllen. Sie vertreten Menschenrechte (AI), Umweltschutz (Greenpeace) und weitere Belange.
Somit tragen die NGOs dazu bei, dass auch auf weltpolitischer Ebene eine Opposition gibt.

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2 Kommentare zu “Warum die Welt NGOs braucht…”

  1. Karl

    Und ich dachte immer die Medien seien die Dritte Gewalt. Denen ist wahrscheinlich die Ethik auch abhanden gekommen wenn ich verfolge wie leicht der Wechsel in die Politik (Pressesprecher) oder die Wirtschaft (PR) Journalisten fällt.

    Auch vielen NGO’s sollte man kritisch gegenüberstehen. Wer wie Greenpeace mutwillig Gesetze bricht um durch spektakuläre Aktionen das sinkende Spendenaufkommen zu erhöhen oder wer sich wie Amnesty nicht örtlich vor politischer Vereinnahmung schützt hat schon einen Teil seiner Unschuld aufgegeben.

    Abgesehen davon geht es oft -aber nicht immer- ums Geld. Da ist eine Gutmensch-Industrie mit ganz normalen egozentrischen Gewinnerwartungen entstanden, sei es in cash oder exposure in den Medien. Unicef z.B. ist nicht zuletzt Spielwiese der Damen der Gesellschaft, ich habe noch keine G+V von denen gesehen.

    Auf der anderen Seite berichten die Medien wie gesammelte Gelder versickern, u.a. bei der Tsunami-Katastrophe. Jeder der Einfluss hat sieht seine Freunderl und sich selbst als dringende Notfälle auf Gegenseitigkeit. Daher gibt es im schönen Österreich den Begriff “Freunderlwirtschaft” der beim dort zur Zeit laufenden BAWAG Skandal die Gewerkschaften bzw. deren Mitglieder offenbar Milliarden € gekostet hat.

    Das ist, jedenfalls meistens, Alles mal mit positiver Motivation angefangen bis so etwas Eigendynamik entwickelt und zum Selbstzweck der Macher wird die von Konferenz zu Konferenz eilen, Interviews geben und sich unverzichtbar fühlen. Wo ist denn da der Unterschied zur real existierenden Politik?

    Schau Dir mal die Hilfsdienste in Deutschland an. Die wären so leicht zusammenzufassen um die Effizienz zu erhöhen. Aber jede Gruppierung braucht ihren eigenen, von den Katholen bis zur Feuerwehr. Such is life.

  2. Sebastian

    Sicher gibt es genug Probleme, aber an sich sind diese Organisationen notwendig geworden.

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