Know-How Transfer

Heute berichtet die FTD, dass China Interesse hat, die von Airbus zum Verkauf anstehenden Werke in Deutschland zu kaufen.

Ich muss dabei unweigerlich an BenQ denken, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine chinesische Firma wirklich Arbeitsplätze in Deutschland sichern wird. Es besteht meiner Meinung nach in erster Linie Interesse am Wissen.

Das Wissen ist heutzutage ein viel wichtigerer Produktionsfaktor als z.B. Maschinen. Wir haben es nun schon oft erlebt, dass Deutsche Firmen bei ihren Engagements in China viel Wissen preisgeben mussten.

Das vorhandene Know-How ist aber der entscheidende Wettbewerbsvorteil, den Deutschland hat: Wenn dieser leichtfertig verspielt wird, dann ist der hohe Lebensstandard hier nicht zu halten. Aus nationaler Sicht ist hier ein gewisser Protektionismus sicherlich angebracht.

Wenn man keine Rücksicht auf nationale Interessen nimmt, dann ist natürlich eine Regelung durch den Markt vorzuziehen, da insgesamt eine bessere Verteilung der Produktionsfaktoren erreicht werden könnte.

Für die nationale Politik ist dies aber eine entscheidende Frage, will sie sich nicht überflüssig machen, dann sollte sie hier nationale Interessen vertreten.

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4 Kommentare zu “Know-How Transfer”

  1. Made in Germany Fan

    Nicht nur Know How muss in Deutschland bleiben, auch die Produktion muss gesichert werden. Forschung und Entwicklung werden immer nah an der Produktion bleiben. Wer glaubt, wir können auf Produktion verzichten und lediglich forschen, der ist blauäugig und hat nicht zu Ende gedacht.

  2. UnterneuntupfingAktuell

    Wenn Deutschland sich wieder wettbewerbsfähiger gegenüber China stellen möchte dann sollte unbedingt deutsches Gewerkschafts-Knowhow statt deutschem Ingenieurs-KnowHow exportiert werden. Wenn China erst einmal in Warnstreiks, ewigen Betriebsversammlungen, Tarifvertragsverhandlungen, Protestmärschen, erzwungenen BR-Bildungen nach Spielart SAP etc versinkt dann ist Schluß mit dem chinesischen Wirtschaftsboom…. ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    Unterneuntupfing Aktuell

  3. Sebastian

    Dann könnte man denen auch das VW Know-How, wie man sich beim Betriebsrat beliebt macht, teuer verkaufen. ;)

  4. UnterneuntupfingAktuell

    Ja, das würde nicht nur die Handels- Beziehungen zwischen China und Brasilien ähm “vertiefen”…. ;)

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