Globalisierung und Klimawandel
Globalisierung und Klimawandel sind zwei Begriffe, die in den letzten Jahren immer häufiger zusammen genannt werden. Das liegt vor allem daran, dass der Klimawandel auf der ganzen Welt - sprich global- zu erkennen ist. Gleichzeitig sind auch die Ursachen in einem globalen Zusammenhang zu sehen.
Wenn man von Globalisierung spricht, meint man damit vor allem die technische und ökonomische Vernetzung zwischen den einzelnen Akteuren (Wirtschaft oder Politik) auf der ganzen Welt. Zwar gab es den globalen Handel schon in den letzten 500 Jahren (vor allem im Bereich der internationalen Arbeitsteilung), im 20 Jahrhundert nahm die Globalisierung aber neue Dimensionen an. Dieses Phänomen ist vor allem der Entwicklung des Internets, der internationalen Arbeitsteilung und der politischen Zusammenarbeit (z.B. UNO) der Länder geschuldet.
Auf der anderen Seite ist der Begriff stark politisiert, so dass Globalisierung von seinen Kritikern als eine negative Entwicklung empfunden wird, der auf einen Teil der Menschheit negative Auswirkungen (z.B. Armut) mit sich bringt. Das Gleiche gilt für den Klimawandel. Die Globalisierung hat nach Meinung der Kritiker erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt und damit auf den Zustand der Erde. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Abschmelzen der Polkappen, welches durch den weltweit beobachtbaren Anstieg des Gases Kohlenstoffdioxid hervorgerufen wird. Dadurch steigt, laut Wissenschaftler, die Erdtemperatur, wodurch wiederum das Eis an den Polen zu schmelzen beginnt. Die Folge dessen ist ein erhöhter Meeresspiegel, der weltweit zu schweren Umweltschäden führt kann (z.B. Hochwasser). Darüber hinaus wird das Abkühlen des Golfstroms als eine mögliche Auswirkung des Polkappenschmelzens angesehen. Daher wird Kohlenstoffdioxid oftmals als Klimakiller bezeichnet. Auch das vermehrte Auftreten von Unwettern, Hitzeperioden oder Kälteeinbrüchen wird zunehmend in einem globalen Kontext gesehen.
Mittlerweile hat in der Politik die Erkenntnis eingesetzt, dass der Klimawandel nur global gemindert werden kann. Aus diesem Grund wurde 1997 das sogenannte Kyoto-Protokoll unterzeichnet. Hier vereinbarten viele Länder eine Reduzierung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid und anderen Treibhausgase. Leider haben einige große Industrienationen diesen Vertrag bis heute nicht ratifiziert. Um aber einen globalen Effekt im Klimawandel zu erreichen, müssen alle Länder an einem Strang ziehen. Dies konnte mit dem Kyoto-Protokoll bislang nicht erreicht werden. Nachfolgekonferenzen in Bali (2008) oder Kopenhagen (Dezember 2009) sollen daher verbesserte Fortschritte im Bereich des globalen Klimaschutzes bringen.
Andere Beiträge:
- Globalisierung betrifft jeden
Am Beispiel Tagesgeld zeigt sich: Globalisierung betrifft jeden „Globalisierung? Betrifft... - Auswirkungen der Globalisierung
Wie ich gestern schon geschrieben habe, sind die Möglichkeiten der nationalen... - Globalisierung zwischen Globalismus und Planetarismus
Dies ist ein Teil des Gastartikels von Josef Bordat. (Hier... - Kennzeichen der Globalisierung
Dies ist ein Teil des Gastartikels von Josef Bordat. (Hier... - Die Devisenreserven und der Dollar
Wie in der aktuellen brand eins nochmals aufgeführt, verfügt China...