Banken - Profiteure der Zinssenkungen

Nach den drastischen Zinssenkungen Anfang 2009 durch die Europäische Zentralbank (EZB) wird langsam klar: Die Verbraucher profitieren bislang nicht vom aktuellen Zinstief. Während die Zinsen für Spareinlagen bei den Banken schnell an das aktuelle Marktniveau angepasst wurden, sind die Zinsen für Dispo- und Ratenkredite nicht wesentlich niedriger als im letzten Jahr.

Zu diesem Ergebnis kommt ein Vergleich von Spiegel-Online vom Februar 2009: Die Banken belohnen unser Erspartes also nur mit geringen Zinsen, möchten bei den Finanzierungsangeboten jedoch weiterhin gut verdienen.

Ob man im laufenden Jahr noch mit sinkenden Kreditzinsen rechnen kann, dürfte fraglich sein: Nach den Erschütterungen der Finanzkrise wird der Fokus vieler Institute wieder verstärkt auf dem Geschäft mit den Privatkunden liegen. Und dieses möchten sich die Banken nicht verderben lassen.

Kunden sollen daher die Zinssätze der Banken für Tages- und Festgeld sowie für Ratenkredite vergleichen und gegebenenfalls wechseln. Tipps zu den Themen Kredit und Finanzierung sowie einige Online-Rechner bietet etwa die Webseite www.circus-sociale.de.

Im Vorteil sind nun eindeutig die Sparer, die noch rechtzeitig zu Jahresbeginn ein Tagesgeld- oder ein Festgeldkonto eröffnet haben: Die zu diesem Zeitpunkt gültigen Zinssätze um die 4 Prozent Marke sind häufig für einige Monate oder sogar Jahre festgeschrieben.

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4 Kommentare zu “Banken - Profiteure der Zinssenkungen”

  1. Stefan

    Aber beim Tagesgeld ist doch eigentlich der Zins nicht festgeschrieben, außer bei den Lockvogelangeboten. Da bekommt man kurzzeitig hohe Zinsen, die dann aber drastisch absinken, in der Hoffnung, die Kunden doch noch halten zu können, weil sie einfach zu bequem zum Wechseln sind.

  2. Alexander

    Ich finde es eigentlich für eine Frechheit. Man senkt unsere Zinsen aber ihre Zinsen bleiben gleich hoch. Ich finde das eine Unverschämtheit, denn wir haben auch unter der Krise zu leiden und darum finde ich es nicht in Ordnung, dass man uns das Geld noch mehr wegnimmt und dafür bekommen sie aber das gleiche Geld, dass sie auch im letzten Jahr erhalten haben. Das passt hinten und vorne nicht zusammen und es sollte unbedingt endlich was geändert werden so sehe ich das.

  3. anonym

    Aber wer wollte denn da etwas ändern? Dann müsste der Staat eingreifen. Dann wäre aber der Wettbewerb nicht mehr da, wenn jede Bank zum Beispiel den Leitzins auszahlen muss. Bei den Krediten wäre es dasselbe. Dann hätte jede Bank die gleichen Zinsen. Was passiert dann mit Beratern? Die verlieren alle Ihren Job, da es egal ist, zu welcher Bank man geht? Alexander was meinst du dazu?

  4. Hans

    Da hebst du einen wirklich wichtigen Punkt hervor!! Denn die Verlierer sind gleichzeitig auch die Gewinner-zumindest, wenn man zum Unternehmen einer Bank gehört. Denn die Zinssenkungen sind teilweise erstaunlich, hier wird sich einiges einsparen/gut anlegen lassen.

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